Ungewollt Schwanger oder nicht schwanger?

Ungewollt schwanger – für viele junge Frauen eine schlimme Vorstellung. Oft haben sie die Ausbildung nicht abgeschlossen, stehen erst am Anfang ihrer beruflichen Karriere oder den falschen Partner für eine Familiengründung. Wer wissen möchte, ob er ungewollt schwanger ist, sollte sich nicht auf sein Bauchgefühl verlassen. Ein sonst völlig unbekanntes Ziehen in den Brüsten, leichtes Stechen im Unterleib oder auch die allseits bekannte Übelkeit können Hinweise dafür sein, dass man ungewollt schwanger ist. Gewissheit über die Frage „Bin ich schwanger?“ bringt schlussendlich aber nur ein Schwangerschaftstest. Wer sich das Geld für die Apotheke sparen möchte, geht gleich zum Arzt. Nach einem einfachen Urintest weiß er am sichersten, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. Er weiß auch, was zu tun ist, wenn man ungewollt schwanger ist. Frauenärzte kennen Adressen von psychologischen Beratungsstellen, wissen aber auch, welche Wege Frauen gehen müssen, wenn sie sich gegen das Kind entscheiden.

Ungewollt schwanger – was jetzt?

Wer ungewollt schwanger ist hat zwei Möglichkeiten: Die neue und ungeplante Herausforderung annehmen oder sich durch eine Adoption oder Abtreibung dagegen entscheiden. Viele Frauen werden von der Tatsache, ungewollt schwanger zu sein, überrumpelt. Deshalb ist eine Entscheidung zunächst meist nicht möglich. Beratungsstellen helfen, wenn die Familie keinen Rückhalt gibt. Manchmal gibt es nicht einmal einen Vater zum Ungeborenen – auch hier gibt es Möglichkeiten und Wege, die staatliche oder auch kirchliche Beratungsstellen aufzeigen. Ist der Vater des Kindes auch der feste Lebenspartner, lassen sich beide Seiten oft von der „Überraschung“ umstimmen und gehen den neuen Weg als Familie gemeinsam. Viele, die ungewollt schwanger sind, schaffen es allerdings nicht, mit der neuen Situation klarzukommen. Für sie ist eine Abtreibung die einzige Alternative. Diese sollte so früh wie möglich erfolgen, spätestens aber bis zur 12. Schwangerschaftswoche (in Deutschland).
Partner, Freunde und natürlich vor allem auch Eltern stehen Frauen, die ungewollt schwanger sind, in der Regel gerne bei. Sie sind die ersten Ansprechpartner bei Sorgen, helfen durch die Schwangerschaft und sind später auch gerne Babysitter und Unterstützer für das Baby. Wie aber die ungewollte Schwangerschaft „beichten“? Für viele Frauen, die ungewollt schwanger sind, ist das Gespräch mit dem werdenden Vater das schwerste. Er sollte die „Neuigkeiten“ als erstes erfahren, am besten in Ruhe, in einer entspannten Situation.

Abtreibung muss nicht sein

Im schlimmsten Fall treffen Frauen, die ungewollt schwanger sind, überall auf Unverständnis. Eine Abtreibung scheint die einzige Lösung, um das „Problem“ los zu werden. Es gibt aber auch Alternativen: das Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben oder es in eine Pflegefamilie zu geben. Bei letzterer bleibt das Baby so lange, bis sich die Mutter in der Lage fühlt, es selbst zu betreuen.

Ungewollt schwanger werden muss nicht sein

Wer nicht ungewollt schwanger werden möchte, sollte sich frühzeitig um sichere Verhütung kümmern. Kondome können vor einer Schwangerschaft schützen, sind aber auch nicht die sicherste Methode und können auch zu einer ungewollten Schwangerschaft führen. Die Pille wird häufig vergessen oder es geschehen Anwendungsfehler (Medikamente, Erbrechen, Durchfall etc.). Sicherer sind sogenannte Langzeitverhütungsmethoden wie die Kupferspirale, Kupferkette oder die Hormonspirale. Sie schützen für mindesten 5 Jahre sehr sicher vor einer Schwangerschaft und auch vor etwaigen Anwendungsfehlern.

 

Quellen:

  1. http://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/
  2. http://www.welche-verhuetungsmethode.de/verhuetungsmethoden/verhuetung-ohne-hormone/kupferkette