Wechselwirkungen bei der Verhütung

Bestimmte Wechselwirkungen sind bei den meisten Methoden zur Verhütung nichts Ungewöhnliches. Manche von Ihnen können jedoch das Leben nachhaltig beeinflussen und machen teilweise auch krank. Bei der Verhütung mit der Pille zum Beispiel können Wechselwirkungen eintreten, wenn gleichzeitig ein anderes Medikament eingenommen wird. Zum einen können Medikamente die Wirkung der Pille beeinträchtigen oder auch dafür sorgen, dass die Wirkung herabgestuft ist – eine ungewollte Schwangerschaft ist in diesen Fällen dann möglich. Hierunter fallen beispielsweise Präparate gegen Epilepsie, einige Abführmittel, sogenannte Beta-Blocker, Asthma-Mittel, Beruhigungsmittel oder auch pflanzliche Produkte wie Johanneskraut. Um Ganz sicher zu sein, dass die Pille als Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft geeignet ist, ist im Ernstfall eine Rücksprache mit dem Arzt unerlässlich. Wechselwirkungen kann es aber auch mit oberflächlich angewendeten Mitteln geben. So könnte der so genannte Verhütungsring beeinflusst werden, wenn zuvor Scheidenzäpfchen, -cremes oder -tabletten zur Behandlung von Pilzerkrankungen angewendet wurden. Besonders bei der Anwendung von Antibiotika ist mit einer Wechselwirkung von allen hormonellen Verhütungsmethoden zu rechnen, auch denjenigen die nicht oral eingenommen werden. In diesem Fall sollte stets bis zum nächsten Anwendungszyklus zusätzlich verhütet werden.


Selten aber nicht unmöglich: Verhütung ohne Wechselwirkungen

Möglichkeiten der Verhütung ganz ohne Wechselwirkungen gibt es nicht viele. Das Kondom ist das wohl bekannteste: Egal welche Präparate gerade eingenommen werden müssen – das Kondom bietet beim Geschlechtsverkehr Verhütung und Schutz ganz ohne Wechselwirkungen. Aber Vorsicht: Bestimmte Gleitgels beeinflussen die Beschaffenheit der Kondome und können dazu führen, dass sie schneller reißen oder porös werden. Des Weiteren gibt es auch noch das Diaphragma, das ohne Wechselwirkungen angewendet werden kann.
Sicherer sind jedoch die Kupferspirale oder die Kupferkette. Sie wirken ohne Hormone, also nicht systemisch und werden daher nicht durch Medikamente beeinflusst.

 


Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und hormonellen Verhütungsmethoden:

 

  • Antibiotika
  • Johanniskraut
  • Blutdruck- und Cholesterinsenker
  • Abführmittel
  • Rheumamittel
  • Anti-Epileptika
  • Mittel gegen Pilzinfektionen (Antimykotika)
  • Antidiabetika
  • Mittel gegen Tuberkulose
  • Mittel gegen eine HIV-Infektion/Aids

 

Quellen:

  1. http://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungspannen/haeufige-anwendungsfehler/
  2. http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/02/schwangerschaft-unbemerkt/seite-2
  3. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=51495