Notfallverhütung für den Fall der Fälle


Wenn Frauen sich nach dem Geschlechtsverkehr ängstlich fragen `Bin ich jetzt etwa schwanger? ´ müssen sie nicht gleich verzweifeln. Eine ungewollte Schwangerschaft muss dank Notfallverhütung nicht sein. Möglichkeiten einer Notfallverhütung gibt es verschiedene: zum einen eignen sich viele Anti-Baby-Pillen auch als „Pille danach“. Daneben gibt es natürlich die reguläre Notfallverhütung mit der „Pille danach“ und – als sicherste Möglichkeit die Kupferspirale und die Kupferkette danach.


Notfallverhütung mit der „Pille danach“

Der falsche Mann, der falsche Zeitpunkt – für viele Frauen wäre eine jetzige Schwangerschaft nicht vorstellbar. Da es beim Geschlechtsverkehr immer wieder zu Verhütungspannen kommen kann, macht es Sinn, sich schon vorab gut über die  Möglichkeiten einer sicheren Notfallverhütung zu informieren. ellaOne® und PiDaNa® sind zwei gut wirksame Möglichkeiten einer Notfallverhütung mit der Pille danach. Beide unterscheiden sich durch ihren Wirkstoff.
Jede ellaOne®-Pille beinhaltet 30 Milligramm Ulipristalacetat (UPA). Der Wirkstoff gilt als besonders wirksam, er kann bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und als Notfallverhütung eine ungewollte Schwangerschaft verhindern.
Ulipristalacetat ist ein neuer Wirkstoff, der das bislang gängige Levonorgestrel ergänzt. Levonorgestrel ist beispielsweise in der Notfallverhütung PiDaNa® enthalten. PiDaNa® wirkt allerdings höchsten drei Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, sollte als Notfallverhütung also noch schneller eingenommen werden, als die ellaOne®-Pille.
Für beide „Pillen danach“ gilt: hundertprozentig wirkt weder die eine noch die andere. Während sich Frauen bei der  ellaOne® bis zu 80 Prozent sicher sein können, eine ungewollte Schwangerschaft auch wirklich zu verhindern, sind es bei der PiDaNa® sogar nur rund 60 Prozent. Je länger der Geschlechtsverkehr zurückliegt, desto weniger wirkt die Pille.
Wichtig: Die Pille danach ist kein Schwangerschaftsabbruch! Sie kann auch im Falle einer Verhütungspanne während des Eisprungs keine ungewollte Schwangerschaft verhindern.


Kupferspirale und Kupferkette danach

Als sicherste Notfallverhütung gelten deshalb die Kupferspirale und die Kupferkette danach. Bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr können sich Frauen hierbei sicher sein, dass der ungeschützte Sex keine Folgen haben wird. Und zwar zu fast 100 Prozent. Kupferspirale und Kupferkette schaffen das, in dem sie nicht nur die Befruchtung einer Eizelle wirksam verhindern können, sondern danach auch noch eine eventuelle Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter. Spirale und Kupferkette werden vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und verbleiben danach bis zu fünf Jahre im Körper der Frau. Eine lange Zeit, in der Frauen wirksam gegen eine Schwangerschaft geschützt sind und sich um Fragen der Notfallverhütung keine Sorgen mehr machen müssen.


Pille danach oder Spirale/Kupferkette    

Wer die Wahl hat, hat die Qual – auch in punkto Notfallverhütung. Welche Form die richtige ist, müssen Frauen selbst entscheiden. Die Wirksamkeit und der nachhaltige Schutz vor einer Schwangerschaft (bis zu fünf Jahre) sprechen eindeutig für die Kupferspirale/Kupferkette. Die mögliche Angst wegen des kleinen Eingriffs oder auch der Preis möglicherweise dagegen. Andererseits sind die körperlichen Nebenwirkungen bei der „Pille danach“ häufig extremer als bei Spirale und Kupferkette. Der Gang zum Arzt ist in beiden Fällen ratsam auch wenn die Pille danach mittlerweile rezeptfrei erhältlich ist, ist die Beratung durch den Frauenarzt sehr wichtig.