Die Periode bleibt aus


Die Periode bleibt aus und die Frage keimt auf: Bin ich endlich schwanger? Frauen mit Kinderwunsch dürften berechtigterweise hoffen, denn bleibt die Periode aus, rückt der ersehnte Nachwuchs endlich näher. Jetzt bereitet sich die Gebärmutter auf den „Einzug“ des neuen Lebens in den Bauch der Mutter vor. Etwa nach 10 Tagen ist die Einnistung abgeschlossen und die befruchtete Eizelle wird als Embryo bezeichnet. Die Periode bleibt aus.
Klappt es nicht mit der Einnistung, wird das Ei mitsamt der zuvor aufgebauten Gebärmutterschleimhaut abgestoßen: die bekannte Periode ist da.
Bleibt die Periode aus, kann das aber auch andere Gründe haben. Oft sind hormonelle Störungen das Problem, aber auch nach großem Gewichtsverlust kann der Zyklus durcheinander geraten. Hinzu kommt Stress der auch eine Ursache für das Ausblieben der Regel sein kann – beruflicher ebenso, wie persönlicher.
Eher selten, aber dennoch nicht ausgeschlossen: Tumore im Eierstock oder auch Tabletten wie Blutdrucksenker oder Psychopharmaka als Auslöser der Unregelmäßigkeiten. Nicht zuletzt kann es auch nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln zum Ausbleiben der Regel kommen. 


Die Periode bleibt aus, warum ist der Schwangerschaftstest negativ?


Wenn die Periode ausbleibt folgt bei Frauen mit Kinderwunsch schnell der Gang zur Apotheke oder in den Drogeriemarkt. Ein Schwangerschaftstest kann nun für Aufklärung sorgen. Zeigt das Sichtfenster "schwanger" an, ist das meist ein sehr zuverlässiges Ergebnis. Anders dagegen das Ergebnis "nicht schwanger“. Hier ist in manchen Fällen eine Schwangerschaft dennoch nicht ausgeschlossen, weil lediglich die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG noch nicht hoch genug konzentriert war für einen positiven Test.
Wissenschaftler haben diese Schwächen von Schwangerschaftstests nachgewiesen. Bei vielen Tests sind lediglich zwischen 54 und 97 Prozent der untersuchten Schwangerschaften tatsächlich nachgewiesen worden.
Frauen mit Kinderwunsch sollten – bleibt die Periode aus – den Test einige Tage später wiederholen. Dann ist der HCG-Wert gestiegen und der Wert zuverlässig. Empfindlicher kann hier auch ein Schwangerschaftsfrühtest reagieren.

Keine Periode – wann wird’s gefährlich?

Bleibt die Periode aus und ist der Schwangerschaftstest auch beim zweiten Versuch negativ, können psychische Ursachen eine Rolle spielen. Aber auch hormonell bedingte Organfunktions-Störungen wie Erkrankungen der Schilddrüse, der Geschlechtsorgane, der Leber oder der Nieren können eine Ursache darstellen.
In der Regel gilt: Bleibt die Periode dreimal hintereinander aus und gibt es zusätzlich körperliche Probleme, sollte ein Arzt konsultiert werden. Seine Diagnose wird durch das zusätzliche Führen eines Menstruationskalenders noch sicherer: Blutungshäufigkeit, -stärke, -schmerzen sowie Zwischenblutungen und Basal-temperatur sagen viel über mögliche Ursachen der ausbleibenden Regel aus.
Um eine hormonelle Störung zu diagnostizieren wird der Arzt den Wert der Hormone Estradiol, Progesteron, Prolaktin, Testosteron und Dehy¬droepiandrosteron bestimmen.

 


Mehr Gewissheit durch symptothermale Zyklusbeobachtung

Bleibt die Periode aus kann auch eine regelmäßige morgendliche Messung der Basaltemperatur, verbunden mit einer Bestimmung des Zervixschleims Auskunft über mögliche Ursachen geben. Die Mess- bzw. Beobachtungsergebnisse teilen den Zyklus klar in fruchtbare und unfruchtbare Tage: Steigt die Körpertemperatur um etwa ein halbes Grad an, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Eisprung vorüber ist. Nach bestimmten Auswertungsregeln, kann so mit der Zeit einfach festgestellt werden, wann die fruchtbaren Tage sind. Eine prima Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu planen oder eben auch auszuschließen. Aber nicht nur das: Bleibt die Periode aus, können mit Hilfe der symptothermalen Zyklusbeobachtung zum Beispiel auch hormonelle Ursachen bestimmt werden. Bei einer Gelbkörperschwäche zum Beispiel bleibt die Temperatur nach dem Eisprung nicht hoch, sondern fällt nach etwa zwei Tagen ab. Bleibt die Temperatur jedoch auch nach der zu erwartenden Regel hoch, ist dies meist ein Indiz für eine Schwangerschaft. Wem das auswerten der Daten zu kompliziert ist, kann hier auch auf einen Zykluscomputer zurückgreifen.

 

Quellen:

  1. http://www.cyclotest-myplan.de/schwanger-werden-mit-symptothermaler-methode
  2. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_menstruationsstoerungen-amenorrhoe_412.html
  3. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=47136
  4. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1471